Gauheimatabend

1500 Gäste erlebten eine farbenfrohen und schwungvollen Gauheimatabend

Drei Stunden lang drehte sich bei Gauheimatabend des Trachtenvereins „D`Wendlstoana“ Bruckmühl im Rahmen der 100-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten alles um die bayerische Heimat, Tradition, Heimatverbundenheit, Sprache und das Brauchtum.

Knapp 1500 Trachtlerinnen  und Trachtler waren der Einladung des Jubelvereines gefolgt, zeigten dadurch ihre tiefe Verbundenheit und füllten das Festzelt hinter dem Rathaus.

 

Sogar eine Abordnung aus Washington D.C. (USA), die „Alt Washingtonia“ war eigens aus Amerika zu dem Großereignis ins Mangfalltal gereist.

 

Als Überraschungsgäste tauchte plötzlich noch die Musikkapelle aus Vilpian bei Bozen, Südtirol, auf.

 

Die Blaskapelle Bruckmühl unter der Leitung von Berthold Schwarz eröffnete die Festveranstaltung musikalisch mit dem schwungvollen „Laridah-Marsch“.

 

 

Unter den Festgästen aus nah und fern weilten auch die Landtagsabgeordneten Annemarie Bichl und Josef Ranner sowie Landrat Josef Neiderhell. Naturgemäß war auch die Vorstandschaft und der Ausschuss des Inngau-Trachtenverbandes in großer Zahl anwesend.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Trachtenvorstand Edmund Neumaier junior freute sich Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung Franz Heinritzi: „Schee das unsere  Stube so voll ist“.

In seiner kurzen Ansprache streifte er die mehrmonatigen Arbeiten der Bruckmühler Trachtler für die viertägigen Festivitäten, angefangen vom Patronatsbitten bis hin zum Maßkrugschleppen: „Dafür haben sie eine große Portion Hirn- und Irxenschmoitz an den Tag gelegt“. Der stellvertretende Inngau-Trachtenvorstand Georg Schinnagel begrüßte nicht nur den Bayerischen Trachtenverband mit Otto Dufter an der Spitze, sondern auch noch Delegationen vom Chiemgau Alpenverband, dem Gauverband I und dem Oberlandler Gauverband. Nach seiner Gratulation zum großen Jubiläum und der guten Nachwuchsarbeit richtete er deutliche und kritische Worte an die so genannten Aussteiger-Gaue im Bezug auf das Haus der bayerischen Trachtenkultur in Holzham bei Landshut: „Im Gegensatz zu anderen Gauen, steht der Inngau geschlossen hinter dem Bayerischen Trachtenverband“.

Landrat Josef Neiderhell lobte das Engagement aller Trachtler für die Jugendarbeit und sprach dafür seinen Dank aus.

 

Im Anschluss daran führte die Kinder- und  Jugendgruppe der „Wendlstoana“ im Wechsel von Gesang und Theater durch das Programm. Hauptthema war dabei die verschiedenen Vorbereitungen und Plattlerproben für das bevorstehende Gaufest.

Die Gäste spendeten für die unterhaltsamen Darbietungen viel Applaus. Beim  Gauheimatabend bekamen die Gäste ein farbenfrohes, abwechselungsreiches und schwungvolles Programm geboten, bei dem sich Schlag auf Schlag flotte Tänze mit Gesang, Musik und schneidigen Plattlern abwechselten. Für die musikalische Umrahmung sorgte neben der

Blaskapelle Bruckmühl                noch die          Goldberg Musi            und der        Waldheimer Viergesang.

 

Die Dirndl und Buam der Bruckmühler Trachtler erhielten unter anderem für ihr „Hurax-Dax-Lied“ und dem „Dätscher-Tanz“ Lacher und Applaus. Neben etlichen Auftritten der Jugendgruppe des Festvereins zeigten auch die Patenvereine auf der großen Bühne ihr Können. Dazu gehörte der „Inngau-Tanz“ der „Luegstoana“ Oberaudorf, der „Inntaler“ der „Achentaler“ Rohrdorf und der „Reigentanz“ der  „Mangfalltaler“ aus Heufeld.

 

Im Anschluss daran überreichten die Vorstände der Patenvereine an Edmund Neumaier und Sebastian Ott ihre Ehrengeschenke. Ebenfalls viel Beifall erntete auch die Gau- und Gau-Jugendgruppe für ihre schneidigen Auftritte wie dem „Heitauer“, dem „Haushammer“ oder dem „Priener Marsch“.  Einem wahren Härtetest wurde die Schwingfähigkeit des Tanzbodens bei der „Ambosspolka“ unterzogen. Nicht weniger als fast 70 junge und ältere Burschen plattelten und stampften dabei gleichzeitig. Mit dem „Radtanz“, bei dem sich viel um ein mannshohes Holzwagenrad drehte, beendeten die Trachtlerinnen und Trachtler der „Wendlstoana“ den Festabend. Den musikalischen Schlusspunkt setzte schließlich die Blaskapelle Bruckmühl unter viel Beifall mit dem „Florentiner Marsch“.

 

 

Anschließend trafen sich alle die noch nicht genug hatten im Bar-Zelt um zu Klägen der Goldberg Musi noch das Tanzbein zu schwingen und den Abend fröhlich zu beschließen.

 

Torsten Neuwirth